[Tagebucheintrag] Mein Wochenende mit Leslie

Leslie auf dem PaddockAm Freitag und Samstag war ich wieder bei Leslie.

Freitag

Am Freitag arbeiteten wir hauptsächlich am Galopp. Mein Trainingsziel war, dass sie am Bein bleibt und schöne Galopp-Trab-Übergänge läuft.Das hat sie super gemacht. Zwar hat Leslie noch nicht die Kraft, sich lange auf der Hinterhand zu halten, aber das verlange ich noch gar nicht von ihr. Die Kraft kommt jetzt im Laufe des Trainings von selber. Mir war es wichtig, dass sie die ersten Sprünge schön durchspringt und den Rücken hergibt. Vor allem aber, dass sie aus der Hinterhand heraus angaloppiert. Mit Hilfe von Übergängen erreiche ich, dass das Pferd aktiver in der Hinterhand wird und dadurch mehr Last auf der Hinterhand aufnimmt. Ich erreiche somit, dass die den Rücken frei gibt. Und ich bekomme Leslie ans Bein. Durch die häufigen Übergänge wird sie Aufmerksamer. Wichtig ist, immer Mal wieder auch Tempiwechsel nach vorne einzubauen. Sprich, wenn ich zwei drei Trab-Galopp-Übergänge geritten habe, verlängere ich dann die Sprünge auch mal wieder. Das hat einen weiteren positiven Effekt. Denn durch die Übergänge, durch die sie in der Hinterhand mehr Last aufgenommen hat und nun anfängt durch den Rücken zu schwingen, werden auch die Galoppsprünge beim Verlängern raumgreifender und länger. Ich schaffe es dadurch also auch, dass Pferde, die beim Galoppsprüge verlängern nur eiliger werden, den Raumgriff zu erweitern.

Leslie ganz in blau
Leslie und ich beim Nachgurten

Allerdings ist es hier wichtig regelmäßig Schrittpausen einzubauen. Denn gerade für Leslie sind solche Übungen ja auch anstrengend.

Wenn ich merke, dass ich Leslie am Bein habe und sie beginnt mit den Rücken zu schwingen, reite ich sie Vorwärts-Abwärts, sodass sie sich schön über den Rücken dehnen kann. Natürlich werfe ich die Zügel nicht einfach weg, sondern versuche sie wirklich durchs Pferd aus der Hand kauen zu lassen.

Leslie ganz in blau
Leslie und ich ganz in blau

Samstag

Mein Ziel ist es, dass Leslie Spaß an der Arbeit hat. Also versuchte ich heute auf einem anderen Weg, sie zum Loslassen zu bewegen.

Ich hatte heute auch das Glück, dass der Stallbesitzer gerade da war und mir ein paar Tipps geben konnte. So erfuhr ich zum Beispiel, dass ich mit Leslie am Raumgriff arbeiten muss. Dadurch, dass sie sich im Rücken festhält, schwingt sie nicht durch den Körper und macht viel zu kleine Schritte. Das muss ich ändern. Er machte mich auch darauf aufmerksam, dass ich mich im Oberkörper hin und wieder verdrehe und dadurch der Biegung im Weg bin. Auch drücke ich hin und wieder meine innere Hand nach unten und habe die äußere, führende Hand zu weit oben. So blockiere ich mit der inneren Hand das innere Hinterbein und kann mit der äußeren führenden Hand das Pferd nicht untestützen. Daran muss ich ganz dringend arbeiten.

Leslie vor dem Reiten
Leslie vor dem Reiten

In meiner Arbeit heute baute ich ein paar Trab- und Galoppstangen ein und ritt viele Wendungen. Durch die wertvollen Tips, die ich vom Stallbesitzer bekam, konnte ich Leslie heute viel besser unterstützen und sie lief viel zufriedener.

Als Belohung ritt ich dann noch mit einer Pensionärin, die dort auch ihr Pferd stehen hat, eine Schrittrunde am langen Zügel ins Gelände. Da Leslie so lieb ist und ganz entspannt läuft, macht es ihr und mir richtig Spaß. Sogar das Begleitpferd war heute sper entspannt.

Ich freue mich schoh sehr auf meine erste richtige Reitstunde bei dem Stallbesitzer 😀

Leslie im Gelände

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s