Wie wichtig sind Einstellung und Motivation beim Sport?

Sonne, Laufen, Motivation und EinstellungHeute bin ich wieder meine 8km Runde gelaufen, über die ich auch gestern geschrieben habe. Dieses Mal nur ohne Story Running. Und als ich so lief, habe ich mich auf einmal gefragt, ob ich die Zeit von gestern und von vor zwei Wochen erreichen kann und ob es an Story Running lag, dass ich so „schnell“ war oder nicht.

Es hat sich dann gezeigt, dass ich wieder eine Zeit von 53:56 min erreicht habe. Daraufhin überlegt ich, was denn nun der Faktor ist, weshalb ich mal schnell und langsam laufe und was anderes war, wenn ich eine gute Zeit erreichte. Schlussendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es eigentlich nur an meiner Einstellung und Motivation liegt, wie gut oder schlecht ich bin. Natürlich hat auch der Trainingsstand damit zu tun, aber vieles ist auch Kopfsache. Das hatte ich je gestern in meinem Beitrag auch schon Mal angedeutet. Im Dezember bin ich die Strecke noch in etwa einer Stunde gelaufen. Das heißt, natürlich hat sich mein Trainingsstand verbessert, aber ich glaube, dass man in zwei Monaten sich nicht sooo weiterentwickeln kann. Im Dezember z.B. war der Berg bzw. die Steigungen noch Horror für mich und ich bin zwischendrin gegangen. Aber ich bin mir jetzt im Nachhinein nicht mehr sicher, ob ich wirklich hätte gehen müssen, wenn ich mental eine bessere Einstellung gehabt hätte.

Motivation wird überall benötigt
Im Prinzip ist es ja auch mit der Plank Challenge so. Wenn ich mir einrede, dass ich nicht mehr kann, dann kann ich auch nicht mehr und es ist viel schwieriger die Zeit zu überstehen, als wenn ich sage, beiß die Zähne zusammen, ich packe das, schließlich sind es doch nur 90 Sekunden. Alles ist Einstellung. Wenn ich mir also einrede, dass ich etwas nicht kann oder mir beim Laufen die Beine schwer sind, dann sind sie nicht nur schwer, sondern sie wiegen gleich etliche Kilogramm mehr. Und dann gebe ich innerlich auf und natürlich würde ich dann nicht die Zeit erreichen. Denn wenn es dann schwer wird den Berg hochzulaufen, würde ich ein Stückchen gehen und wieder ein wenig laufen wenn es etwas weniger steil ist. Wenn ich mir aber einrede, dass der Berg gar nicht so steil ist und ich einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen muss und mir selbst in den Hintern trete, dann stelle ich im letzten Endes fest, dass es gar nicht so schwer ist. Ich mein wenn ich mal eine Minute schneller oder langsamer bin, ist das jetzt nicht der Rede wert, denn mal brauche ich länger für ein Foto und mal bin ich bergab etwas schneller. Aber Hauptsache ist doch, dass es eigentlich nur der Kopf ist der blockiert und einem sagt, ob man es kann oder nicht. Es gibt sicherlich auch Tage, da bin ich so kaputt, dass ich gar keine Lust habe mich mental zu motivieren besser zu sein. Aber das ist auch OK. Nur an Tagen, wo es dafür keinen Grund gibt, muss man auch mal wieder „Reize“ schaffe und sich neue Herausforderungen stellen.

Der Weg und das Ziel
Mein nächstes Ziel ist es z.B. meine Zeit nun noch einmal zu unterbieten und mal nur 52 oder 50 Minuten zu brauchen. Aber egal wie lange das Ziel dauern wird, wichtig ist, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Hier passt irgendwie auch mein Lieblingszitat von Paul MC Kenna sehr gut: „Wenn du ein Ziel vor Augen hast, stehe auf und handle sofort; aber rechne mit Hindernissen, lerne aus Rückschlägen und halte an deinen Zielen fest.“ In seinem Buch „Ich mach dich reich!: Ihr sicherer Weg zu Glück und Wohlstand“ schreibt er auch, dass ein großes Ziel wie z.B. ein Marathon immer so groß sein muss, dass man es nie aus den Augen verliert. Und den Weg bis dorthin, hat man kleinere Zwischenziele die es zu erreichen gilt. Und egal wie groß die Rückschläge auf diesem Weg sind, das Ziel ist größer und du siehst es immer noch. Natürlich bin ich durch das Buch noch nicht reich geworden, aber es enthält so viele Tipps, die ich auch in allen anderen Lebenslagen einsetzen kann. Vor allem auch beim Sport.

Aber wie kann ich mich denn jetzt motivieren?
Die Frage ist manchmal schwer und manchmal ganz einfach zu beantworten. Zuerst einmal muss man es wollen. Man muss es also wollen, schneller zu laufen, besser zu schwimmen oder X Kilogramm abzunehmen. Ohne einen Willen geht es nicht. Und dann brauche ich persönlich immer ein Ziel. Mein großes Ziel steht noch nicht so ganz fest, vielleicht ein Marathon. Mein etwas kleineres Ziel ist es aber, mal bei einem Wettkampflauf auf dem Treppchen zu stehen, d.h. unter den besten dreien zu sein. Damit ich dieses Ziel aber erreichen kann, muss ich schneller laufen als sie anderen. Da ich von Natur aus aber nicht die schnellste bin, muss ich dafür arbeiten. Und da sind wir auch schon bei der nächsten Eigenschaft die es einfacher macht. Es hilft, wenn man zielstrebig ist, denn dann hat man den Willen das Ziel zu erreichen.

Was aber wenn ich weder ein Ziel habe, noch Zielstrebig bin? Wie kann ich mich dann motivieren?
Mein Tipp, sucht euch ein Ziel und wenn es noch so klein ist. Sonst gibt es ja nichts, was einen antreibt sich auch mal zu quälen. Lauft vielleicht gemeinsam. Wenn der Partner schneller ist, gibt man doch automatisch mehr Gas, oder? Und schon hat man wieder ein Ziel. Wichtig bei der ganzen Sache ist aber auch nicht zu verbissen an die ganze Sache dran zu gehen. Das fällt mir bis heute noch schwer.

Spaß ist wichtig!
Und vor allem sollte der Spaß an der ganzen Sache nicht verloren gehen. Wenn der Sport einem Spaß macht, egal welcher, dann hat man doch schon eine gewissen Grundmotivation. Zumindest muss man sich nicht überreden vom Sofa aufzustehen, denn man schlüpft ja schon in die Sportsachen, weil man Freude an der Sache hat. Mit Spaß und Freude geht alles viel leichter.

Weitere Motivatoren:
Neben den „Hardfacts“ kann man aber noch Motivationshilfen wie Musik oder das Wetter einsetzen. Scheint z.B. die Sonne, werde ich persönlich einfach schon wegen der Sonne aus dem Haus gelockt. Wenn ich mir dann noch meine Lieblingsmusik oder Gute-Laune-Lieder auf die Ohren setze, dann fällt es mir gleich einfacher. Oder aber wenn ich mir neue Sportsachen gekauft habe. Dann kann ich es kaum noch erwarten sie anzuziehen oder auszuprobieren.

Also Ziel suchen, rein in die Sportsachen, Musik auf die Ohren und los geht´s 😀

Zum Schluss noch die Auswertung meines heutigen Laufs:

Sonne, Laufen, Motivation und Einstellung Sonne, Laufen, Motivation und Einstellung

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4 Gedanken zu “Wie wichtig sind Einstellung und Motivation beim Sport?

  1. Jetzt hab ich den Beitrag hier auch noch gelesen, weil es so interessant aussah 🙂
    Zu deiner Motivation: Ich gehe viel besser an das Traninig heran, wenn ich mit Freunde loslaufe. Anfang des Jahres habe ich gar keine Fortschritte gesehen und bin nur viele kleine Einheiten gelaufen. Und plötzlich war es besser und ich kann länger laufen. Aus 4 wurden 8 Kilometer. Nächste Woche sollen es 10 sein – da ist es auch ein Wettkampf, und ich werde hoffentlich total mitgetragen. Oft hilft mir auch mein Hund, der sich gerne bewegt.

    Wenn ich mir so deine Zeiten anschaue, dann denke ich mir, dass du mit Sicherheit noch schneller kannst – du bist „langsam“ weil du den Berg hochläufst 🙂 Meine Durchschnittszeit ist derzeit bei ca. 7.15 – 7.05 min/km…

    Liebe Grüße,
    Sandra

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Sandra,

      ich laufe ja seit ein paar Wochen in einer Laufgruppe in Darmstadt und dort sind es auch schon 11km und die ziehen mich auch vorwärts. Dort laufe ich auch schneller und kann gerade aus laufen 🙂
      Deine Argumentation unterstreiche ich völlig 🙂

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